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Sonntag, 27. August 2017

Baltikum - Impressionen aus Tallinn und Estland

Baltikum - Impressionen aus Tallinn und Estland

Land: Estland/Tallinn

Zeit: Mai 2017


Hier  kommt nun der vierte und letzte Teil der Impressionen unserer Baltikumsreise.
Diese spannende Urlaubsreise führte uns im Mai/Juni 2017 für 11 Tage quer durch das Baltikum.
Wir erlebte sehr eindrucksvoll und intensiv drei Länder und drei verschieden Völker. Unsere kleine Reisegruppe bestand aus 14 Reisenden, der Reiseleiterin und dem Busfahrer. Wie immer soll dieser Blog kein Reisebericht oder gar Reiseführer sein, sondern einfach ein paar Impressionen liefern und Lust machen, die hier gezeigten Orte auf dieser Welt selbst zu erkunden. Ein paar Details zur Reise gibt es am Ende des Posts.

Vom Sigulda im Gauja-Nationalpark in Lettland führte uns eine längere Busfahrt bis in den Laheema-Nationalpark an der Ostseeküste Estlands. Da unser Busfahrer seine Fahrpausen einhalten musste, machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands.
Auf der Weiterfahrt musste unser Busfahrer einige Kilometer vor dem Ziel plötzlich bremsen, weil zwei Braunbären die Straße querten. Ein beeindruckendes Erlebnis, welches allerdings so schnell vorbei war, dass ich keine Fotos davon machen konnte. Wir übernachteten im Hotel Sagadi, einem als Hotel ausgebauten Gut im Laheema-Nationalpark.

Das Rathaus von Tartu, eines der Wahrzeichen der Stadt

Wieder eine völlig andere Sprache...
Das Kunstmuseum von Tartu, in dem schiefen
Haus wurde die Tür gerade eingebaut


Das Herrenhaus in Sagadi
Am nächsten Morgen erkundeten wir den Lahemaa-Nationalpark. Zunächst führen wir nach Altja, eine kleinen Fischerdorf und machten dort einen Spaziergang, Das besichtigten wir das Gut Palmse mit Herrenhaus und großem Gelände. Dort erfuhr man Einiges über das Leben der ehemaligen deutschstämmigen Besitzerfamilie von der Pahlen. Als Abschluss im Nationalpark stärkten wir uns bei einem rustikalen Mittagessen in der historischen Taverne Viitna Kors.


Blick durch das Reed auf die Küste...

... mit schönen Küstenlandschaften

... und uhrigen Fischerhütten.

Das Herrenhaus im Gut Palmse

Blühende Obstbäume und ein wunderschöner Blütenteppich...

aus weißen und rosa Gänseblümchen.

Das Speisezimmer mit Familienfotos an der Wand

Der große steinerne Adler schien das ganze Gut zu bewachen

In der Taverne Viitna Kors

Das rustikale Mittagessen: Graupen mit Nüssen und Speck, Heringe in Sahne und Kartoffelbrei

Anschließend fuhren wir weiter nach Tallinn, dem letzten Ziel unserer Rundreise. Hier hatten wir ein Treffen mit einem estnischen Abgeordneten im Parlamentsgebäude. Dieses Treffen brachte uns die Sicht der Esten auf ihr Land, auf Europa und auf den Nachbarn Russland nahe.


Parlamentsgebäude Estlands auf dem Domberg

Direkt gegenüber eine russisch-orthodoxe Kirche


Saal im Parlamentsgebäude, hier posieren sonst die Politiker und deren Staatsgäste

Unsere Reisegruppe im Plenum, auf diesen Plätzen sitzen die estnischen Abgeordneten

Die nächsten beiden Tage erkundeten wir intensiv Tallin, teilweise geführt von unserer Reiseleiterin, teilweise auf eigene Faust. Die folgenden Bilder sollen einfach ein paar Eindrücke von dieser wunderschönen lebendigen Stadt mit viel Flair und Geschichte vermitteln.

Blick vom Domberg in Richtung Hafen

Die engste Gasse der Altstadt auf dem Domberg 

Blick vom Domberg in Richtung Osten: im Vordergrund die Dächer der Altstadt, im Hintergrund die Skyline des wirtschaftlichen Zentrums der Stadt

Teile der gut erhaltenen Stadtmauer am Domberg

Altes Stadttor mit geisterhaftem Wächter
belebte Gasse in der Altstadt


Neugieriger Beobachter
Altes Portal in renovierter Altstadt


Das Schild erinnerst an eine der ältesten Apotheken Europas

Der Rathausplatz, das immer belebte Zentrum der Stadt

Hof mit nettem Cafe mit leckerem Kuchen

Glücksbringer in der Nähe des Theaters
Die Ruinen des Sankt Birgitten Klosters...


... im Vorort Pirita liefern ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Architektur...


Ein Besuch im architektonisch interessanten Kunstmuseum KUMU... 

... lieferte Eindrücke klassischer estnischer Malerei...

und auch monumentale Kunstwerke aus der Zeit des Sozialismus

Park am Parlamentspalast

Blick vom Domberg auf die Stadtmauer, die wir später besichtigten

Gedenktafel für Boris Jelzin und seine Unterstützung bei der friedlichen Erneuerung Estland (die im Wesentlichen aus Zurückhaltung bestand)

Das Gildehaus Alte Hanse, in dem wir unser letztes leckeres Mahl einnahmen

Eingang in die Fußgängerzone der Altstadt

Marktstand mit rostigem Werkzeug, was sich bei näherer Betrachtung als Schokolade entpuppte

Teil der Stadtmauer, den man begehen kann, Blick vom Wachturm hinab ...

... und von der Straße hinauf

Mit einem leckeren estnischen Bier im Krug beende ich meinen Beitrag mit Impressionen unserer Baltikumstour

Diese Bilder sollen Lust machen, diese durchaus reizvolle Gegend selbst zu erkunden. Hier noch ein paar Anmerkungen zu unserer Reise:

- Wir hatten gebucht über Zeitreisen, unsere Hoffnung auf eine kleine Reisegruppe mit angenehmen Mitreisenden und eine kompetente Reiseleitung sowie interessante Begegnungen wurden erfüllt
- Veranstalter war Reisen mit Sinnen
- Unsere Reisegruppe bestand für die gesamte Baltikumstour aus 14 Reisenden, der Reiseführerin und dem Busfahrer
- Unsere Reiseleiterin ist Litauerin, hat an der Uni Vilnius studiert und arbeitet an der Uni Klaipeda, als Diplomübersetzerin spricht sie perfekt deutsch und konnte viel über das Leben und die Geschichte erzählen
- Das Lohnniveau in Estland ist aktuell fast 50% höher als in Litauen, Tallinn war der teuerste Ort unserer Rundtour. Die Touristen aus Finnland und Schweden sind in großer Zahl zu treffen, die Preise in der Altstadt sind dementsprechend hoch.

Viel Spaß beim Erkunden der Region.

PS: Damit sind die Berichte zu meiner Baltikumsrundreise jetzt vollständig.

Sonntag, 2. Juli 2017

Baltikum - Impressionen aus Kaunas und von der litauischen Ostseeküste

Baltikum - Impressionen aus Kaunas und von der litauischen Ostseeküste

Land: Litauen/Kurische Nehrung, Nidden

Zeit: Mai 2017


Eine spannende Urlaubsreise führte uns im Mai/Juni 2017 für 11 Tage quer durch das Baltikum.
Wir erlebte sehr eindrucksvoll und intensiv drei Länder und drei verschieden Völker. Unsere kleine Reisegruppe bestand aus 14 Reisenden, der Reiseleiterin und dem Busfahrer. Wie immer soll dieser Blog kein Reisebericht oder gar Reiseführer sein, sondern einfach ein paar Impressionen liefern und Lust machen, die hier gezeigten Orte auf dieser Welt selbst zu erkunden. Ein paar Details zur Reise gibt es am Ende des Posts.

Nachdem wir Vilnius und Trakai erkundet hatten führte uns unsere Tour an die litauische Ostseeküste. Unterwegs machten wir Halt in Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens. Es folgen ein paar Impressionen aus dieser Stadt.

Schon am Parkplatz wurden wir mit dem Humor dieser Stadt konfrontiert

Die Reste der Burg, im Hintergrund der Rathausturm und die Türme der Jesuitenkirche

Originelle Skulpturen in der Altstadt

Gebäude aus der Hansezeit
Bronzeskulptur in der Fußgängerzone mit
frischen Maiglöckchen


Der Rathausplatz, rechts das Rathaus und links die Kirche des Jesuitenklosters
Schon früher gab es Machtspiele "Wer hat den größten..." 


Wir besichtigten die Gemäldegalerie mit Werken des litauischen Nationalkünstlers, Malers und Komponisten Mikalojus Konstantinas Ciurlionis. Dort erhielten wir mit mir einer Führung einen guten Überblick über sein Schaffen als Maler. Ein etwa halbstündiges Klavierkonzert im Museum mit Ausschnitten aus musikalischen Werken des Künstlers, speziell für uns, rundeten den Besuch der Stadt ab.

Die Bilder des Malers waren sehr stimmungsvoll und geprägt von viel Symbolik


Am Abend kamen wir mit etwa einer Stunde Verspätung wegen einer Panne des Busses in unserem Hotel in Nidden auf der Kurischen Nehrung an. Am nächsten Tag erkundeten wir die Gegend.

Zunächst konnten wir im Bernsteinmuseum nicht nur interessante Exponate bewundern, sondern uns auch selbst in der Bearbeitung vom Bernstein versuchen. Den Bernsteinstaub opferten wir dann in einem Feuerzauber den Göttern, damit diese unsere Wünsche erfüllen.

In Vitrinen konnten wir durch Lupen den Bernstein bestaunen und Lebewesen aus der Vergangenheit bewundern...

..., so wie diese Schnake, die vor 30-50 Millionen Jahren vom Baumharz gefangen wurde

Der Schleifstaub des Bernsteins verpuffte mit leuchtender Stichflamme...

... um dann eine schwarze Rauchwolke zu erzeugen.
Ein beeindruckender Dialog mit den Göttern...

Blick auf dass Haff

Das Urlaubsquartier von Thomas Mann, heute ein Museum.


Dann spazierten wir durch Nidden.  Eine Sehenswürdigkeit dieser Gegend sind die großen Wanderdünen. Südlich von Nidden erstreckt sich bis zur russischen Grenze ein Naturreservat in dieser Dünenlandschaft. Wir wanderten an den endlos langen schönen Strand die Ostsee, kühlten uns bei einem Bad im 17°C warmen Wasser ab und genossen die Natur.

Blick vom Haff auf Nidden, idyllisch im Wald gelegen, der Leuchtturm thront über dem Ort und
der Funkmast erinnert an die nahe russische Grenze


Die Ostseite der Wanderdüne - nach der Dune de Pilat die zweithöchste Wanderdüne Europas

Langsam verschlingt die Düne den Wald, so wie in den vergangenen Jahrhunderten schon mehr als 10 Dörfer auf der Nehrung

Blick vom Obelisken oberhalb von Nidden auf die Dünen

Der Obelisk, gleichzeitig eine Sonnenuhr, steht am höchsten Punkt der Düne (55 m hoch)


Leuchtturm mit schöner Parkanlage
Humorvolle Wanderwegweiser


Endlose breite und saubere Strände an der Ostseeküste der Nehrung

                   
Am nächsten Tag fuhren wir auf der Kurischen Halbinsel nach Norden. Der erste Halt führte uns in eine Komorankolonie, die dort zu Hunderten ihre Nester bauen und mit ihren Kot die Bäume, auf denen Sie nisteten, zum Absterben brachten. Dies war ein imposantes Naturschauspiel.

Panorama des toten Waldes

Die Komorane in ihren Nestern ...

... ganz schön viele dieser imposanten Vögel, die dann den Wald einfach zusch....

Majestätisch und grazil im Flug
 
Weiter führte uns die Tour zum Hexenberg. Auf diesem Berg sind eine Vielzahl von aus Holz
geschnitzten Figuren zu sehen, die für die Sagen und Märchen der Region stehen. In einer etwa einstündigen Wanderung erzählte uns unserer Reiseführerin die eine oder andere Sage aus der Gegend.

Der Eingang zur Rundwanderung
Die Ermahnung, leise zu sein


Der Sagenheld Naglis
Die wartende Fischersfrau...


... und der Fischer auf seinem Boot

Der Gott auf der Wolke 
Hexe


In der Musikergruppe aus Holz erfreuten uns dann noch echte Musiker..




Mittag machten wir einen Stop im Klajpeda, dem ehemaligen Memel.

Der Theaterplatz mit Blick auf das Theater

Finnischer Dreimaster, heute Gaststätte
Ännchen von Tharau auf dem Simon-Dach-Brunnen



Dann trafen wir uns nördlich von Memel mit einem Bernsteinfischer, der uns in die Geheimnisse dieses Handwerks einführte.

Humorvoll und sachkundig wurden wir
in die Bernsteinfischerei eingewiesen...
... um dann selbst zu suchen


In Tang und Treibholz  verbirgt sich das Gold des Nordens


Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Lettland.

Diese Bilder sollen Lust machen, diese durchaus reizvolle Gegend selbst zu erkunden. Hier noch ein paar Anmerkungen zu unserer Reise:

- Wir hatten gebucht über Zeitreisen, unsere Hoffnung auf eine kleine Reisegruppe mit angenehmen Mitreisenden und eine kompetente Reiseleitung sowie interessante Begegnungen wurden erfüllt
- Veranstalter war Reisen mit Sinnen
- Unsere Reisegruppe bestand für die gesamte Baltikumstour aus 14 Reisenden, der Reiseführerin und dem Busfahrer
- Unsere Reiseleiterin ist Litauerin, hat an der Uni Vilnius studiert und arbeitet an der Uni Klaipeda, als Diplomübersetzerin spricht sie perfekt deutsch und konnte viel über das Leben und die Geschichte erzählen
- Das Lohnniveau in Litauen ist relativ gering, der Urlaub ist deshalb für Deutsche relativ preiswert

Viel Spaß beim Erkunden der Region.

PS:Wenn es mir meine Zeit erlaubt, werde ich noch Beiträge zu Riga und Tallinn erstellen, Impressionen aus Vilnius gibt es ja schon in meinem Blog.